BIER & WEIN

Rotwein, Weißwein, Rosé – die Weingüter der Westpfalz bieten Sorten für jeden Geschmack. So ist es auch beim Bier – neben Pils und Weizenbier werden auch Craft-Biere immer beliebter.

Anders als in der Vorder- und Südpfalz denkt man in der Westpfalz nicht unbedingt als Erstes an den Weinbau. Dennoch gibt es auch bei uns kleine, aber feine Landstriche, in denen edle Tropfen gedeihen. Da wäre zum Beispiel das Zellertal östlich des Donnersbergs – die „Toskana der Westpfalz“ – mit etwa 100 Hektar Rebfläche. Und auch am nördlichsten Zipfel der Pfalz, an den Steilhängen im Alsenztal, Moscheltal und Appeltal, werden rund 60 Hektar für den Weinbau genutzt.

Dort, wo kein Wein wächst, besannen sich die Westpfälzer seit jeher auf die Braukunst. Vor allem in Pirmasens, rund um die Barbarossastadt Kaiserslautern und bis Winnweiler bildeten sie eine regelrechte Braukultur heraus: So kam in Kaiserslautern Mitte des 19. Jahrhunderts auf rund 350 Einwohner eine Brauerei! Sogar bis nach Paris wurde der Lauterer Gerstensaft geliefert. Grundlagen für diesen Boom waren das gute Wasser und der Holzreichtum für die Befeuerung der Sudanlagen. Gelagert wurde das Bier in Kaiserslautern unter anderem in den Eiskellern unter der Stadt – diese können Interessierte heute noch besichtigen.

Von den vielen traditionsreichen Brauereien der Westpfalz sind nur „Park“ aus Pirmasens und „Bischoff“ aus Winnweiler geblieben. In jüngster Zeit werden diese jedoch ergänzt durch neue Kleinbrauereien aus der Craft-Beer-Szene: So wird „Schnorres – das Bier der Pfalz“ in einer ehemaligen Metzgerei in Mehlingen gebraut und in einem natürlichen Eiskeller der ehemaligen Gienanth-Werke bei Winnweiler gelagert. Nahe dem Karlstal, der wildromantischen Felsenschlucht bei Trippstadt, werden im „Unterhammer“ seit 2013 regionale, naturbelassene Biere unter dem Namen „Unterhammer Bräu“ entwickelt und im zugehörigen Café an durstige Gäste ausgeschenkt.

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